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Döbeln tritt Bündnis gegen Ärztemangel bei PDF Drucken E-Mail

Stadtrat soll Beitritt auf seiner nächsten Sitzung am 4. Februar beschließen

 

daz_logo(Döbeln/23.10.2010) Die Sächsische Landesärztekammer hat eine Koordinierungsstelle „Ärzte für Sachsen“ eingerichtet und ein gleichnamiges Netzwerk mit mehr als 100 Partnern in Dresden gegründet. Diesem Netzwerk, dem auch schon Städte wie Freiberg, Augustusburg, Heidenau, Meißen, Großenhain, Markkleeberg oder Pirna angehören, will auch die Stadt Döbeln beitreten. Das haben die Mitglieder des Hauptausschusses des Döbelner Stadtrates am Donnerstagabend beraten. Dem Stadtrat wurde für seine Sitzung am 4. Februar ein Beitrittsbeschluss zu dem Bündnis empfohlen.
„Im Moment ist die ärztliche Versorgung in Döbeln noch stabil. Doch einige Ärzte stehen vor dem Rentenalter. Zudem wird die Bevölkerung immer älter. Das Problem wird uns in ein paar Jahren treffen. Deshalb sollten wir frühzeitig in einem solchen Netzwerk gegensteuern“, so Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) gestern.

Ein solches umfassendes Netzwerk ist bisher in Deutschland einmalig. Gleichzeitig mit der Gründung im November 2009 wurde eine neue Internetplattform unter www.aerzte-fuer-sachsen.de freigeschaltet. Diese bietet für Medizinstudenten, Absolventen und junge Ärzte umfangreiche Informationen.
„Sachsen fehlt es an Ärzten und das, obwohl sich seit Jahren verschiedenste Institutionen und Verbände darum bemühen, junge Mediziner hier zu halten oder diese aus anderen Bundesländern oder dem Ausland für eine Tätigkeit in Sachsen zu begeistern“, so der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze. „Aber bisher fehlte es an einer Koordinierung und Vernetzung der Akteure und Maßnahmen.“ Deshalb ist die Sächsische Landesärztekammer in Vorleistung gegangen und hat eine Koordinierungsstelle „Ärzte für Sachsen“ eingerichtet. Durch diese Koordinierungsstelle erfahren Interessenten alles Wichtige zur ärztlichen Tätigkeit in Sachsen aus einer Hand. Sie können sich ein Bild über die Lebensverhältnisse in den Orten machen, wo Ärzte gesucht werden.
Dem Bündnis gehören neben zahlreichen Städten und der Landesärztekammer Sachsen auch die Kassenärztlichen Vereinigungen im Freistaat, die Sächsische Krankenhausgesellschaft, der Sächsische Städte- und Gemeindetag, der Sächsische Landkreistag und das Sächsische Staatsministerium für Soziales an.

Quelle: Döbelner Allgemeine Zeitung

 

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